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Weil Klang die Welt erschuf ... PDF Drucken E-Mail

"Nadabrahma" - Die Welt ist Klang, alles ist aus Klang entstanden. So heißt es in den alten vedischen Schriften. "Am Anfang war das Wort" - steht in der Bibel geschrieben. Viele spirituelle Kulturen weisen darauf hin, dass das Universum aus Klang hervorgegangen ist - die australischen Aborigines genauso wie die lndianer, Südamerikaner, Perser, Hindus, Japaner oder Tibeter. 

 

Mit der Quantenphysik ist inzwischen klar geworden, dass die elementarsten beobachtbaren Teilchen des Universums winzige subatomare Teilchenfäden sind. Diese Teilchenfäden schwingen und dementsprechend tönen sie auch. Sie interagieren miteinander und bringen die Eigenschaften dessen hervor, was wir als Materie wahrnehmen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es sich bei diesen Teilchenfäden um elektromagnetische Felder handelt. Als isolierte Einheiten betrachtet, haben sie keine Bedeutung. Sie existieren nur in Beziehung und weben als ein großes Ganzes den Kosmos. Die Wissenschaft hat damit die fundamentale Einheit des Universums bestätigt. Alles ist mit allem verbunden. In der yogischen Tradition heißt dieser Zustand "Tantra" (Netz der Schöpfung).

Alles klingt, alles schwingt in einem großen Miteinander. Trotzdem lassen sich für einzelne Formen sogenannte Grundtöne bestimmen. Dieser Grundton verkörpert das Wesen der Form, die wir dann bildlich z.B. als Stuhl oder Ameise, Farbe oder Geschmack wahrnehmen.

Forschungen der NASA haben bereits seit längerem die Grundschwingung unseres Planeten bestätigt. Nach buddhistischer Überlieferung spiegelt er sich wider in der heiligen Silbe "Aum".

"OM wird als der Grundton jeglicher strukturellen Harmonie im Universum betrachtet. Dieser Ton hält alle elektromagnetischen Kraftfelder des Kosmos im Gleichgewicht. So wie weißes Licht, wenn es auf ein Prisma fällt, in die sieben Farben des Spektrums gespalten wird, so zerbricht das OM, wenn es die Manifestation betritt, in eine unendliche Vielzahl von nicht hörbaren Obertönen, die ihrerseits subtile Ton-Kraftfelder schaffen, welche die Form der sichtbaren Schöpfung bestimmen." (zit. Muz Murray, Deutsches Yoga-Forum 5/96)

Nach Cousto hat jede Musik, die auf diesen Ton eingestimmt ist, "eine stark entspannende Wirkung und ist deshalb bei Nervosität und innerer Unruhe angezeigt. Sie bewirkt wahre Wunder. Man fühlt sich danach erleichtert, angenehm beruhigt und viel aufnahmefähiger. In der europäischen und nordamerikanischen Gesellschaft ist der Bedarf nach dieser Schwingung am stärksten ausgeprägt. Eine intensive Beschäftigung mit diesen Ton läßt das Bedürfnis nach Beruhigungsmittel und Schlafmitel deutlich sinken. Da Verspannungen auch häufig die Ursache von Schmerzen sind, benötigen viele, die auf diese Schwingung meditieren oder Tonpunktur mit dieser Schwingung machen, hernach wesentlich weniger oder gar keine Schmerzmittel mehr." (zit. Hans Cousto, "Die Töne der Kosmischen Oktave" )

Wie jeder Planet so hat auch jedes Organ, jede Zelle in unserem Körper ihre eigene Schwingung, ihren eigenen Grundton. Dieses Wissen nutzt die moderne Frequenzmedizin genauso wie die traditionsreiche Klangtherapie. Auch die heiligen, meist obertonreichen Gesänge von Schamanen werden zu Heilungszwecken eingesetzt. Weil wir Klang sind, können Töne in uns resonieren. Dabei harmonisieren sie unser Schwingungsmuster und bringen es in seine natürliche Ordnung zurück.

Wir erleben Einklang, Harmonie und Übereinstimmung, wenn wir auf die gleiche Frequenz eingestellt sind, wie das worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Dann ist Verbundenheit spürbar. Ruhe kehrt ein. Wir sind in Frieden mit dem, was ist. Wie sind eingestimmt auf die Welt, so wie sie ist. Umgekehrt erleben wir Disharmonie und Unwohlsein, sobald wir mit dem, was ist, kämpfen, unzufrieden sind, hadern.

Alles im Kosmos ist klangvolle Schwingung. Wäre unser Gehör dafür ausgebildet, wir wären wahrnehmbar umgeben von einer kosmischen Symphonie, vom Klang der ganzen Existenz.

 

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